Die Strahlenkrankheit

Nun ist es passiert. Ein GAU, eine Nuklearexplosion, eine schmutzige Bombe etc.
In diesem Blogbeitrag möchte ich mit euch nicht die Ursache der radioaktiven Strahlung erörtern sondern die Folgen die daraus resultieren können, allgemein bekannt unter dem Synonym “Strahlenkrankheit”.

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sorgte für viele Fälle der sogenannten Strahlenkrankheit
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Kein Ereignis hat mehr Radioaktivität freigesetzt als der Super-GAU von 1986.

Seit der Entdeckung der Radioaktivität wurden die Folgen dieser speziellen ionisierenden Strahlung untersucht und erforscht.

Anfangs noch eher unterschätzt ist die Strahlenkrankheit heute mitunter das schlimmste was einem Menschen, bzw. generell jedem Lebewesen, zustoßen kann.

Man riecht sie nicht, man schmeckt sie nicht und man sieht sie auch nicht, doch sie ist immer da. Auch jetzt gerade in diesem Moment.

In Deutschland beträgt die sogenannte “natürliche Hintergrundstrahlung” ca. 0,24 Mikrosievert pro Stunde. Das entspricht ungefähr 2,1 Millisievert pro Jahr.

Bei einem GAU, oder einer Nuklearexplosion, werden wir einer wesentlich höheren Strahlendosis, in einem wesentlich kürzeren Zeitraum, ausgesetzt welche dann großflächige Zellschäden auslöst.

Woran merke ich, ob ich an der Strahlenkrankheit leide?

Feststellen lässt sich so etwas leider nur sehr schwer. Es gibt sogenannte DosimeterAnzeige, welche einen Annäherungswert liefern wie viel Strahlung man ungefähr ausgeliefert war.

Nachfolgend möchte ich euch außerdem, in verschiedenen “Etappen”, aufzeigen wie ihr an euren Symptomen erkennen könnt, ob ihr an der Strahlenkrankheit leidet und wie hoch euere Überlebenschancen bei den jeweiligen Strahlenexpositionen sind.

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Zunächst einmal sollte man wissen, dass selbst eine sehr kurzzeitige und geringe Strahleneinwirkung zu Folgeschäden wie Erbgutveränderungen und Krebs führen kann.
Die Dosis mit der dies höchstwahrscheinlich eintreten wird liegt bei ca. 0,2 Sievert (200 Millisievert).

Ab 0,5 Sievert zeigt man ebenfalls noch keine Symptome einer Strahlenkrankheit. Eine Schädigung kann nur durch Labortest festgestellt werden.

Bei 0,5 bis 1 Sievert erfährt man nun so langsam, wie es ist Strahlenkrank zu werden. Es entsteht ein sogenannter Strahlenkater. Man fühlt sich schwach und hat Kopfschmerzen, zudem erhöht sich das Infektionsrisiko und es ist eine temporäre Sterilisation beim Mann möglich.

Ab 1 -2 Sievert ist man “Offiziell” Strahlenkrank. Etwa 10% der Erkrankten sterben innerhalb der ersten 30 Tage.
Männer sind nun in den meisten Fällen temporär Unfruchtbar. Die ersten Symptome treten ungefähr nach 4 – 6 Std. auf und machen sich ebenfalls durch ein schlappes Gefühl, Kopfschmerzen sowie Übelkeit mit gelegentlichem Erbrechen bemerkbar.
Nach einer Weile stellt sich dann eine Art “Erholungsphase” ein in der die Symptome langsam abklingen. Die Symptome können jedoch wenige Tage später wieder leicht auftreten.

Bei 2 – 3 Sievert liegt die Sterblichkeitsrate bei ca. 35% innerhalb der ersten 30 Tage. Die Symptome sind wie bei 1 – 2 Sievert, jedoch stärker und häufiger.
Ca. 100% sind von Übelkeit betroffen und ca. 50% Erbrechen regelmäßig. Nach 2 Tagen stellt sich wieder eine Erholungsphase von ca. 1 – 2 Wochen ein. Nach der Erholungsphase treten die Symptome wieder auf und es findet der typische Haarausfall statt. In den meisten Fällen leidet man an Ermüdung und Unwohlsein, zudem ist die Infektionsrate enorm hoch, was die Sterblichkeit noch einmal immens in die Höhe treibt. Bei Frauen kann eine permanente Sterilität auftreten.
Eine vollständige Genesung dauert nun mehrere Monate.

Bei 3 – 4 Sievert liegt die Sterblichkeitsrate bei ca. 50% innerhalb der ersten 30 Tage. Die Symptome bleiben gleich, jedoch können nach der Erholungsphase zusätzlich Durchfall und Blutungen am ganzen Körper auftreten.

Bei 4 – 6 Sievert liegt die Sterblichkeitsrate bei 4 Sievert bei ca. 60% und bei 6 Sievert bei ca. 90% innerhalb der ersten 30 Tage.
Die Symptome treten nun innerhalb der ersten 30 – 60 Minuten auf und dauern ebenfalls ca. 2 Tage. Die Symptome treten nach der Erholungsphase genau wie bei 3 – 4 Sievert wieder auf, nun aber verstärkt. Innerhalb der ersten 30 Tage ist eine Intensivversorgung pflicht und die Genesung dauert bis zu einem Jahr.

Bei 6 – 10 Sievert liegt die Sterblichkeitsrate bei 100% innerhalb der ersten 14 Tage. Ein Überleben kann nun nur noch durch Knochenmarkspenden erreicht werden, da jegliches Knochenmark zerstört wurde. Der Verdauungstrakt ist extrem geschädigt und es finden Innere Blutungen statt. Die Anfangssymptome treten nun innerhalb von 15 – 30 Minuten ein.

Die Erholungsphase tritt nach ca. 7 Tagen ein und wird nun als “Walking Ghost” Phase bezeichnet. Man fühlt sich nicht mehr mit dem Körper verbunden und man fühlt sich “Gut”.

Eine vollständige Heilung kann nicht mehr zu 100% erreicht werden und dauert mehrere Jahre.

Der Tod findet durch Infektion und Innere Blutungen statt.

Bei 10 – 20 Sievert liegt die Sterblichkeitsrate bei 100% nach 7 Tagen. Die Symptome treten nun innerhalb der ersten 5 – 15 Minuten auf.
Es tritt eine sofortige Übelkeit mit Erbrechen auf. Man fühlt sich extrem schwach. Die Walking Ghost Phase dauert nun ein paar Tage.
Danach tritt ein rascher Zelltod im Verdauungstrakt ein und man bekommt massiven Durchfall und massive innere Blutungen sowie Darmblutungen.
In der Regel fällt man aufgrund von Kreislaufversagen in ein Koma und stirbt.

Zur Behandlung können nur noch Schmerzmittel verabreicht werden.

Bei 20 – 50 Sievert geschieht das Gleiche wie bei 10 – 20 Sievert. Sterblichkeitsrate liegt bei 100% innerhalb von 3 Tagen.

Ab 50 Sievert ist man innerhalb von Sekunden desorientiert und fällt ins Koma. Der Tod tritt nach wenigen Stunden durch Nervenversagen ein.

Diese Daten gelten für eine kurzfristige ionisierte Bestrahlung des GANZEN Körpers! Das heißt innerhalb von Minuten bis wenige Stunden.

Ich hoffe dir hat dieser Blogbeitrag gefallen und hilft dir bei deinen Vorbereitungen zum Thema „Strahlenkrankheit“.

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