Langanhaltender Stromausfall im Winter

Was tun, wenn die Stromversorgung, bei Minusgraden, ausfällt?

Es ist wohl das Schreckgespenst der Prepper-Szene, Blackout! Kein Thema wird so häufig und so intensiv besprochen wie ein regionenübergreifender Stromausfall der mehrere Tage andauern könnte.

Vielen kommt jetzt sicher der Roman “Blackout” von Marc Elsberg in den Sinn. In diesem gut 800 Seiten langen Thriller wird genau solch ein lang anhaltender Stromausfall thematisiert und regt auf jedenfall zum nachdenken an. Gerade auch, weil dieser Roman meiner Meinung nach sehr realistisch geschrieben worden ist.

Aber was tun, wenn solch ein Blackout im Winter stattfindet?

Ein Stromausfall im Winter ist keine Seltenheit!
Ein Stromausfall im Winter ist keine Seltenheit!

So einen lang anhaltenden Stromausfall hat es tatsächlich schon einmal gegeben und ist auch sicherlich eines der wahrscheinlichsten Szenarien wenn es um das Thema Krisenvorsorge geht. Ich spreche hier vom Münsterländer Schneechaos im Jahre 2005.

Außergewöhnlich starke Schneefälle von über 50cm und nasskalte Luft, ausgelöst durch das Sturmtief “Thorsten”, brachte viele Bäume zum einsturz und Hochspannungsmasten waren extremen Belastungen ausgesetzt, was schlussendlich dann den Stromausfall herbeigeführt hatte.

250.000 Menschen waren mehrere Tage ohne Strom und dementsprechend auch ohne Heizung.

Zwar hatte das THW und die Bundeswehr mehrere Gemeinden mit Notstrom versorgt aber viele Gemeinden waren trotzdem ohne Strom und damit faktisch auf sich allein gestellt, bei einem der schlimmsten Wintereinbrüche seit vielen Jahren.

Welche Vorbereitungsmöglichkeiten gibt es?

Was für Möglichkeiten gibt es also um sich auf solch einen lang anhaltenden Stromausfall, adäquat vorzubereiten?

Ein Zeltofen wie dieser kann in Zweifel für eine angenehme Wärme sorgen, allerdings ist diese Art von Heizung extrem gefährlich und sollte nicht in Innenräumen genutzt werden.
Ein Zeltofen wie dieser kann in Zweifel für eine angenehme Wärme sorgen, allerdings ist diese Art von Heizung extrem gefährlich und sollte nicht in Innenräumen genutzt werden.

Ein Holzofen wie das oben gezeigte Modell ist eine sehr effektive Möglichkeit um für eine angenehme Temperatur zu sorgen, hat allerdings auch viele Nachteile und sollte definitiv nicht in Innenräumen genutzt werden.

Zum einen gibt es keine große Auswahl und viele Modelle sind auch von schlechter Qualität, was direkt zum nächsten Problem führt:

Aufgrund mangelnder Qualität gibt es hier viele potenzielle Gefahrenquellen wie z.B. eine generelle instabilität der Konstruktion und viel zu große Spaltmaße. Die Brandgefahr und die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung ist hier am Ende einfach zu Groß. Außerdem besteht hier ein weiteres Problem: Wohin mit dem Rauch? Der Schornstein müsste irgendwie aus der Wohnung geleitet werden und dies bedeutet wieder einiges an Mehraufwand. Es sollte stattdessen lieber ein fester Einbau eines KaminofensAnzeige in Betracht gezogen werden.

Wenn bei euch diese Möglichkeit bestehen sollte, zieht auf jedenfall einen Schornsteinfeger zu Rate. Diese können euch ganz genau erklären welche Möglichkeiten bei euch bestehen und was dabei zu beachten ist.

Kleine und Kompakte Heizmöglichkeiten für einen Stromausfall

Eine andere Möglichkeit ist ein sogenannter Petroleumofen.

Ein Petroleumofen ist klein, kompakt und dementsprechend einfach zu verstauen. Dafür ist Petroleum recht teuer und sollte mit einigen Vorsichtsmaßnahmen gelagert werden.

Ein PetroleumofenAnzeige ist eine der effektivsten alternativen Heizmöglichkeiten und das aus verschiedensten Gründen:

  • Sie sind in der Regel sehr kompakt und können platzsparend gelagert werden.
  • Die Heizleistung ist sehr gut. Selbst größere Räume können gut und schnell aufgeheizt werden.
  • Petroleum ist lange Haltbar. 10, 20 oder auch 30 Jahre sind kein Problem.
  • Es gibt nur wenige bewegliche Teile.
  • Die Heizung kann auch als Kocher verwendet werden.

Aber es gibt nicht nur Vorteile. Hier eine Liste mit ein paar Nachteilen:

  • Petroleum ist sehr teuer. Bis zu 4 EUR/Liter.
  • Bei unsachgemäßer Handhabung riskiert man einen Wohnungsbrand.
  • Bei der Nutzung entsteht Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Ein CO2 und CO Warngerät ist also ein Muss.

Das Problem eines möglichen Wohnungsbrandes besteht allerdings bei fast allen alternativen Heizmöglichkeiten. Deshalb sollte auch immer ein Feuerlöscher in der Nähe sein um im Ernstfall einen Entstehungsbrand sofort bekämpfen zu können. Es erklärt sich von selbst das ein solcher Ofen niemals alleine gelassen werden sollte!

Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2) spielen ebenfalls eine Große Rolle und sind eine der häufigsten Todesursachen bei der Nutzung solcher Heizmöglichkeiten. Hier ist es wirklich extrem wichtig, dass ihr euch einen CO/CO2 Warnmelder besorgt der euch im Ernstfall davor warnt wenn die Gaskonzentration im Raum zu groß wird. Im Zweifel sollte etwas häufiger gelüftet werden.

Auch diverse Gasheizungen sind eine gute, alternative Heizmöglichkeit.

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Wer nicht viel Platz hat kann auf solch einen kleinen Gasheizer zurückgreifen.

Diese werden in der Regel mit MSF1-A Kartuschen betrieben und lassen sich relativ gut lagern. Diese Kartuschen haben allerdings auch einen Nachteil. Die Dichtungen die sich am Auslassventil befinden, werden mit der Zeit spröde und können sich zersetzen. Es besteht dann die Gefahr dass Gas austritt.

Gaskartuschen sollten deshalb nicht im Keller gelagert werden da sich dort das Gas sammeln kann und sich unter bestimmten Vorraussetzungen oder unachtsamkeit entzünden kann.

Solche Gasheizer haben leider eine geringe Heizleistung und der Verbrauch ist recht hoch, sind aber definitv eine Alternative. Vor allem dann, wenn man diese auch noch mit einem Gaskocher kombiniert, der die gleichen Gaskartuschen nutzt.

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Wer etwas mehr Platz zur Verfügung hat kann sich auch einen größeren Gasheizer als alternative Heizmöglichkeit einlagern.

Solche Keramik-Heizstrahler haben wesentlich mehr Leistung und können mit 11 Kg Gasflaschen betrieben werden, was die Heizdauer erheblich erhöht.

Es gibt außerdem diverse Adapter mit denen man nicht nur 11 Kg Gasflaschen nutzen kann sondern auch MSF1-A, Stechkartuschen oder auch Schraubkartuschen. Diese Adapter werden einfach anstatt des 50 mbar Reglers am Schlauch angeschlossen. Durch die hohe Heizleistung und dem damit verbundenen Verbrauch, sind die kleinen Kartuschen allerdings sehr schnell leer bzw. kühlen sich so schnell ab, dass das Gas zu Kalt für eine ordentliche Verbrennung wird.

Auch hier sollte man darauf verzichten die Gasflaschen im Keller zu lagern da auch hier nicht ausgeschlossen werden kann dass sich, bei einer undichten Gasflasche, das Gas im Keller sammelt.

Leider gibt es bei Gasheizern einen Nachteil: Gasflaschen oder Gaskartuschen die z.B. mit Butan gefüllt sind, verlieren bei Minusgraden an Druck und somit kann es unter Umständen passieren, dass der Brenner nicht mehr oder nur noch ganz schwach funktioniert. Wer bei Temperaturen von unter 0°C dennoch mit Gas heizen, oder auch kochen, möchte sollte deshalb eher auf Propan umsteigen.

Achtet unbedingt auf eure Sicherheit!

Egal für welche Heizmöglichkeit ihr euch am Ende entscheidet, achtet immer auf die Sicherheit! Lasst die Heizung niemals unbeaufsichtigt und haltet immer einen Feuerlöscher bereit! Geht niemals schlafen wenn die Heizung noch eingeschaltet ist und teilt, wenn möglich, eine “Heizwache” ein welche die Heizung im Auge behält. Mit Kohlenmonoxid und Kohlendioxid ist nicht zu spaßen! Diverse Gaswarnmelder sind IMMER Pflicht! Sobald ihr eine der vorgestellten Heizmöglichkeiten nutzt, solltet ihr außerdem in regelmäßigen Intervallen lüften. Eine CO/CO2 Vergiftung bemerkt man leider erst dann wenn es schon fast zu spät ist. Die ersten Anzeichen sind Müdigkeit und Kopfschmerzen. Solltet ihr solche Symptome auch nur ansatzweise bemerken dann schaltet die Heizung sofort ab und lüftet sofort durch!

Beachtet auch bitte den Blogbeitrag -> KFZ Prepping im Winter. Dort erkläre ich euch ebenfalls welche Vorbereitungen ihr an eurem KFZ treffen solltet.

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2 Antworten

  1. 9. Januar 2022

    […] einem Stromgenerator wie z.B. dem Zipper ZI-STE 2000IVAnzeige zusammenarbeiten damit man zu 100%, auch im Winter, abgesichert […]

  2. 11. Januar 2022

    […] auch bitte meinen Blogbeitrag -> Langanhaltender Stromausfall im Winter. Dort erkläre ich euch ebenfalls welche Vorbereitungen ihr treffen solltet bevor es zu einem […]

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